„Was machst du da?“ – welche Mutter oder welcher Vater kennt ihn nicht, diesen Satz. Er drückt Neugier und Wissbegier des Kindes aus und ist von zentraler Bedeutung für die Entwicklung. Ein Lernturm nach Montessori gibt Jüngsten die Möglichkeit, selbst zu erfahren und teilzunehmen. Welche Modelle es gibt und worauf du beim Kauf eines solchen Geräts achten solltest, zeigen wir dir hier. Außerdem gibt es für Ungeduldige unsere Checkliste für den schnellen Durchblick.
Die Idee des Learning Towers stammt aus der Pädagogik von Maria Montessori. Die italienische Ärztin und Reformpädagogin verstand Kinder als „Baumeister ihres Selbst“, die aus ihrer eigenen Motivation und Neugierde heraus lernen und sich weiterentwickeln. Um diese Erfahrungen machen zu können, benötigt ein Kind einen Mix aus Freiraum und Schutz.
Was sind die Vorteile eines Lernturms?
Durch den sicheren Stand auf einem Lernturm können bereits kleine Kinder an den täglichen Arbeitsprozessen in der Küche teilhaben und nach ihren Möglichkeiten „mithelfen“. Die Erfahrung, an den Aktivitäten der Erwachsenen teilnehmen zu können und selbst einen wertvollen Beitrag zu leisten, kann für ein kleines Kind sehr prägend sein. Es befriedigt nicht nur seinen Drang nach Entdeckung, sondern stärkt auch sein Selbstwertgefühl und weckt Stolz, wenn es so toll mit Mama oder Papa kochen konnte.
Welche Lerntürme gibt es?
Lerntürme sind in der Regel aus Holz, selten aus Kunststoff. Die meisten Modelle sind klappbar oder lassen sich in zwei Elemente auseinandernehmen. So können Schemel und Treppchen auch einzeln verwendet werden.Die Türme sind meist höhenverstellbar und wachsen dadurch mit dem Maße des Kindes mit. Auf diese Weise können sie die Familie vom Baby bis zum großen Küchenhelfer über mehrere Jahre begleiten. Durch ihre stabile Bauweise haben die Türme einen festen Stand, der weder beim Hinaufklettern über die Stufen noch beim Hüpfen auf der Plattform ins Wanken gerät. Durch diesen Kippschutz sind die kleinen Küchenhelfer bestens gesichert und können sich gleichzeitig möglichst frei bewegen und entfalten.
Bei der Verwendung eines Helferturms darf das Kind dennoch selbstverständlich nicht ohne Aufsicht bleiben.
Checkliste: Lernturm
- Vorteile eines Lernturms
- fördert die Selbstständigkeit des Kindes
- die Kleinen können bei zusätzlichen Aktivitäten der Eltern mitmachen, diese beobachten und somit mehr Anteil nehmen
- Türme sind vielfältig einsetzbar (z.B. als Maltisch, Hocker, etc)
- Altersempfehlung
- das Kind muß selbstständig in den Turm rein und rausklettern können sowie über einen sicheren Stand verfügen (häufig ab ca. 24 Monaten)
- sind die Kinder älter als 6 Jahre, so sollte man besonders die Kippsicherheit überprüfen
- Nützliche Extras
- einige Modelle können zusätzlich als Mal- und Basteltisch genutzt werden
- höhenverstellbare Türme gewährleisten das Mitwachsen und erhöhen die Sicherheit
- auch sind teilweise magnetische Tafeln integriert
- Material
- die meisten Lerntürme bestehen aus Holz; dies schafft auch das nötige Gewicht für die Standsicherheit
- einen nachhaltigen Beitrag kann man durch FSC zertifiziertes Holz leisten
- SICHERHEIT
- häufiger Einsatz des Lernturms in der Küche – daher gilt: das Kind niemals unbeaufsichtig lassen und gefährliche Gegenstände fernhalten
- Farben und Lacke sollten der DIN EN 71-3 Norm entsprechen
Die beliebtesten Lerntürme
SPIELWERK Lernturm Ab 2 Jahren
COSYLAND Lernturm ab 1 Jahr
Lululearn Lernturm ab 1 Jahr [FALTBAR]
509 Crew Cliff Lernturm
defiPad Lernturm ab 1 Jahr Montessori 3fach höhenverstellbar …
Lernturm ab 1 Jahr
Maxi-Cosi Toucan 3-in-1 Lernturm Montessori Holz
KYWAI Lernturm ab 1 Jahr Klappbar
WOLTU Lernturm für Kinder ab 1 Jahr
KYWAI Lernturm ab 1 Jahr Montessori
Was ist ein Lernturm?
Ein Lernturm ist eine erhöhte Plattform, ähnlich wie ein Tritthocker, die durch ein Geländer gesichert ist. Er erlaubt dem Kind, an Abläufen teilzunehmen, die es ohne diesen Turm nicht erreichen würde und sichert es gleichzeitig vor einem Sturz nach unten. Wichtig ist, dass der Lernturm vom Kind eigenständig und möglichst ohne Hilfe erklommen wird. Auf diese Weise zeigt es seine Bereitschaft und Neugier innerhalb seines freien Handlungsspielraums. Nur dann, jedenfalls nach Montessori, ist das Gehirn des Kindes auch bereit, Neues aufzunehmen und mit eigenständiger Freude und Begeisterung zu Lernen.
Häufige Fragen
Was ist ein Lernturm?
Ein erhoehter Hocker mit Schutz-Gelaender — Kleinkinder koennen sicher in der Kueche mit den Eltern arbeiten. Foerdert Selbstaendigkeit und Lernen.
Ab welchem Alter ist ein Lernturm geeignet?
Ab 12 Monaten (mit Halt). Standard 18 Monate bis 5 Jahre. Premium-Modelle bis 7 Jahre.
Was kostet ein Lernturm?
Schul-Klasse 60–120 Euro. Premium (Holzgespuer) 150–300 Euro. DIY-IKEA-Bekvam-Hack 40–60 Euro.
Welche Sicherheits-Features sind wichtig?
Schutz-Gelaender (rund-um), Anti-Rutsch-Boden, Stabilität (max. 25 kg), abgerundete Kanten.
Welche Holzqualität?
FSC-Buchen oder -Birkenholz (Premium). Bemalung schadstoffarm und EN-71-zertifiziert.
Welche Erweiterungen gibt es?
Toilettenkindersicherung (zusaetzliche Stufe), Tischaufsatz (für Maltisch-Funktion), Sicherheits-Anschnall-System.
Lohnt sich ein Lernturm finanziell?
Bei 3-5 Jahren Gebrauch: definitiv. Foerdert kindliche Entwicklung und ermoeglicht gemeinsames Kochen mit den Eltern.

















