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Kaufberatung · Schule & Kreativ

10 Aquarellstifte-Sets im Vergleich & Ratgeber

Mit Aquarellstiften entstehen malerische Kunstwerke. Wir haben Sets verglichen und zeigen, welche sich für Einsteiger und welche für Profis eignen.

Faber-Castell Albrecht Dürer Aquarellstifte beim Vermalen mit Wasser.
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Kurz gesagt

Es gibt drei Klassen. Künstlerqualität: Faber-Castell Albrecht Dürer (hoch pigmentiert, lichtecht, vollständig vermalbar). Mittelklasse für Hobby und Schule: Faber-Castell Goldfaber Aqua. Einstieg für Kinder: das 12er-Set von Faber-Castell mit Pinsel. Der Preisunterschied ist die Lichtechtheit – entscheidend, wenn Bilder aufgehoben werden sollen.

Aquarellstifte vereinen viele Vorteile mehrerer Zeichengeräte und ermöglichen ein umfangreiches Spektrum an Farbgestaltungen. Welche Aquarellstifte Sets die beliebtesten sind und worauf du beim Kauf besonders achten solltest, zeigen wir dir hier. Außerdem gibt es Tipps, wenn Kinder mit dieser Art von Stiften malen möchten.

Aquarellstifte lassen sich ähnlich leicht anwenden wie Buntstifte. Zugleich ermöglichen sie die Farbverläufe von Aquarellfarben. Die einfache Handhabung sorgt dafür, dass sie sich für Anfänger und Fortgeschrittene gleichermaßen eignen. Mit dem Stift ist es möglich, die Linien einfach auf das Papier zu bringen. Anschließend kann die Farbe mithilfe eines Pinsels mit Wasser verdünnt werden, da die Miene ähnlich zusammengesetzt ist wie Aquarellfarben. Dies ermöglicht punktiertes Zeichnen und Malen. Bei hochwertigen Stiften sind die Linien im Nachhinein nicht erkennbar und der Effekt gleicht herkömmlichen Aquarellen. In den folgenden Abschnitten vergleichen wir Aquarellstifte-Sets, erklären worauf man beim Kauf achten sollte und geben Tipps zur Benutzung.

Vorteile von Aquarellstiften

  1. Ideen verwirklichen dank einfacher Handhabung
  2. Wasservermalbar und daher vielseitig einsetzbar
  3. Leicht zu transportieren und daher überall bereit zum Einsatz
  4. Geeignet für Anfänger und Fortgeschrittene
  5. Lässt sich problemlos mit anderen Farbarten mischen
  6. um so härter die Mine, um so mehr Wachs (Wasservermalen dann schwierig)
  7. Bilder leicht auf das Papier bringen und unkompliziert mit Wasser bearbeiten
  8. Aquarell Buntstifte gut für Skizzen geeignet

Checkliste Aquarellstifte – Darauf solltest Du achten

Zum Einstieg

  1. weiche Mine, damit diese nicht auf dem Papier kratzt
  2. lieber weniger Farben am Anfang – zuviel Auswahl kann überfordern
  3. mit Primärfarben starten (Gelb, Rot und Blau) + Schwarz, Sepia und Grau
  4. Ideal 10-20 Stifte
  5. Beste Ergebnisse mit » Aquarellpapier
  6. Robuste Verpackung (z.B. Metalletui) gut für unterwegs

Kinder und Aquarellstifte

  1. auf DIN EN 71 achten (europäische Norm für Sicherheit des Spielzeugs)
  2. nach dem Malen immer Hände waschen
  3. für jüngere Kinder eher etwas härtere Minen
  4. Verbrauch bei weichen Minen höher
  5. Stiftung Warentest hat bisher keine Aquarellstifte getestet (Stand 12/2020); Test zu Filz- und Buntstiften findest Du hier

Daran erkennst Du gute Aquarellstifte

  1. keine Krümel beim Farbauftrag
  2. hohe Anzahl von Pigmenten -> hohe Deckkraft
  3. daher: mit verschiedenen Stiften Striche zeichnen & vergleichen

Die beliebtesten Aquarellstifte-Sets

Faber-Castell Aquarellstifte, 12er-Set mit Pinsel.
Faber-Castell Aquarellstifte, 12er-Set mit Pinsel.

Faber-Castell 114624 Aquarellstifte Goldfaber

19,95 €inkl. MwSt. · Stand 04.11.2026, 07:25 Uhr
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Wie werden Aquarellstifte verwendet?

Aquarell ist eine der ältesten Maltechniken, bei der mit nicht-deckenden Wasserfarben gearbeitet wird. Auf diese Weise wird ein Bild erzeugt, das im Gegensatz zu Gouache oder Tempera den hellen Untergrund durchscheinen lässt und ihm so eine besondere Tiefe verleiht. Auch können mehrere unterschiedliche Farben übereinander liegen und teilweise ineinander verfließen. Aquarellfarben bestehen aus sehr fein gemahlenen Pigmenten und einem wasserlöslichen Bindemittel. Klassischerweise wird Aquarellfarbe mit einem Pinsel auf das Papier gebracht, wodurch besonders filigrane Zeichnungen eher etwas für Profis sind.
Aquarellstifte sind in ihrer Handhabung deutlich einfacher. Sie sehen aus wie Buntstifte oder Wachsmalstifte und enthalten feines wasserlösliches Farbpigment. Durch die dünne Stiftspitze kann die Farbe präzise aufgebracht werden, sodass die gesamte Handhabung besonders für Anfänger sehr viel einfacher ist als die Arbeit mit Pinsel und Farbtöpfchen. Aber auch Profis wissen Aquarellstifte zu schätzen, da sie das Spektrum der möglichen Maltechniken erweitern.

Faber-Castell Albrecht Dürer Aquarellstifte beim Vermalen mit Wasser.
Faber-Castell Albrecht Dürer Aquarellstifte beim Vermalen mit Wasser.

Zu einem wirklichen Aquarell wird der trockene Stift aber nur in Kombination mit Wasser. Hierfür enthält jedes Aquarellset einen dünnen Pinsel. Angefeuchtet kann er die aufgetragene Farbe auf dem Blatt verwischen und so den typischen Watercolour-Effekt erzielen. Die Kombinationsmöglichkeiten aus Wasser und Farbe sind bei der Aquarelltechnik nicht begrenzt und können wild ausprobiert werden.

Erst Wasser, dann Farbe oder umgekehrt. Fläche mit Wasser, aber Konturen trocken lassen oder wässriger Untergrund und scharfe trockene Konturen später darüber gesetzt. Durch diese unterschiedlichen Kombinationen entsteht mit etwas Übung ein ganz individueller Stil für deine Aquarelle.

Aquarellpapier – auf das richtige Blatt kommt es an

Damit die Farben nicht verlaufen, sondern gut von dem Papier aufgenommen werden, ist es ratsam, spezielles Aquarellpapier zu verwenden. Es hat eine raue Oberfläche und ist insgesamt dicker, damit es nicht wellt. Wenn du mit Aquarellstiften auf einer Leinwand malen möchtest, ist es wichtig, sie zunächst zu grundieren, um einen rauen Maluntergrund zu schaffen. Gutes Aquarellpapier hat eine Stärke zwischen 200 und 600 g/qm.

Welche Aquarellstifte sind gut?

Das Angebot an Aquarellstiften ist groß, doch es gibt deutliche Qualitätsunterschiede. Diese spiegeln sich meistens direkt im Preis wider. Gute Aquarellstifte zeichnen sich durch folgende Kriterien aus:

Minenbruch beim Anspitzen.
Minenbruch beim Anspitzen.
  1. Eine vollständige Lösbarkeit und gute Verwischbarkeit der Farbpigmente mit Wasser garantieren ein rückstandsloses Vermalen der Aquarellfarben. Stifte minderer Qualität lassen sich oftmals nicht komplett lösen und es bleiben unschöne Schliere und Flecken auf dem Papier.
  2. Die Mine muss weich sein, um die Farbe sanft auftragen zu können und nicht auf dem Papier zu kratzen. Gleichzeitig wird sie dadurch bruchsicher, wodurch der Stift insgesamt länger haltbar ist.
  3. Ein wichtiges Kriterium ist außerdem die Farbauswahl sowie die Möglichkeit, einzelne Farben nachkaufen zu können.

All diese Kriterien werden am besten von professionellen Künstlerfarben erfüllt, wie sie zum Beispiel von Faber-Castell hergestellt werden. Bei Aquarellstiften erlaubt der Markenname und der Preis einen Rückschluss auf die Qualität. Von günstigen No-Name-Produkten sei daher an dieser Stelle abgeraten. Im schlimmsten Fall verderben schlechte Stifte für einen Anfänger den ganzen Malspaß und das Potential der Aquarelltechnik kann gar nicht erst erkannt werden.

Wie malt man mit Aquarellbuntstiften?

Aquarellbuntstifte unterscheiden sich in der Zusammensetzung der Mine grundlegend von normalen Buntstiften. Farbpigmente und Bindemittel wurden hier so gewählt, dass die Farbe sehr gut wasserlöslich ist und sich mit wenigen Pinselstrichen verwischen lässt. Auf diese Weise entsteht eine stimmungsvolle Symbiose aus einfacher Handhabung des festen Stiftes und verlaufendem Watercolour-Effekt von Flüssigfarben. Grundsätzlich lassen sich Aquarellbuntstifte in 4 verschiedenen Techniken anwenden, die ganz nach Belieben miteinander kombiniert werden können.

Faber-Castell Goldfaber Aqua: trocken gemalt und mit Wasser vermalt.
Faber-Castell Goldfaber Aqua: trocken gemalt und mit Wasser vermalt.

Häufige Fragen

Was sind Aquarellstifte?

Buntstifte mit wasserloeslicher Mine. Erst trocken zeichnen, dann mit Pinsel und Wasser auflockern für Aquarell-Effekt. Beste beider Welten.

Welches Papier passt zu Aquarellstiften?

Aquarellpapier (200-300 g/m2), idealerweise mit Kornstruktur. Glattes Papier dehnt sich nicht — Aquarell-Effekt wird matt.

Wie lassen sich Aquarellstifte richtig verwenden?

Trocken zeichnen, dann mit feuchtem Pinsel die Linien auflösen. Auch für Schichten ueberlagern möglich — von hell nach dunkel arbeiten.

Aquarellstifte vs. Aquarellfarben?

Aquarellstifte: präziser, kontrollierter, für Anfaenger einfacher. Aquarellfarben: lebendiger, mischbarer, professioneller Look.

Was kostet ein gutes Aquarellstifte-Set?

Schul-Set 12 Farben: 10-18 Euro. Mittel-Set 24 Farben: 25-45 Euro. Premium-Set 36+ Farben: 80-180 Euro.

Sind Aquarellstifte für Kinder geeignet?

Stabilo Aquacolor und Lyra Aquarell sind speziell für Kinder ab 6 Jahren entwickelt. Premium-Marken eher für Jugendliche und Erwachsene.

Wie reinige ich Aquarellpinsel?

Nach Gebrauch lauwarm spuelen, Spitze formen, an der Luft trocknen. Bei Verkrustung mit Pinselseife (3-5 Euro) reinigen.

  1. Trockenes Malen auf feuchtem Papier
    Mit einem Pinsel befeuchtest du das Papier mit sauberem Wasser und malst darüber mit dem trockenen Aquarellbuntstift. Die Farbe verläuft nun auf dem Papier, begrenzt durch die Größe der nassen Stelle.
  2. Trockenes Malen, verwischt
    Hierbei malst du, analog zu normalen Buntstiften, auf ein trockenes Blatt. Am besten fokussierst du dich auf Konturen und Linien. Anschließend verwischst du die Farbe mit einem feuchten Pinsel und füllst so die noch leeren Flächen mit Farbe. Diesen Schritt kannst du nach dem Trocknen mehrmals wiederholen, um die Farbintensität stufenweise zu steigern.
  3. Nasses Malen
    Anstatt einen Pinsel zu verwenden, kannst du die Aquarellbuntstifte direkt vor dem Zeichnen vorsichtig in Wasser eintauchen. Diese Technik ermöglicht detailreiches Weichzeichnen.
  4. Trockenes Malen
    Bei dieser Methode werden die Aquarellbuntstifte ganz ohne Wasser verwendet. Sie eignet sich hervorragend, um auf einem fertigen Bild nach der Trocknung Konturen zu schärfen oder Akzente zu setzen.

Für ein optimales Ergebnis ist nicht nur die richtige Maltechnik, sondern auch die Verwendung des richtigen Papiers entscheidend. Siehe Aquarellpapier

Porträt von Sandra Berger

Geschrieben von

Sandra Berger

Erziehungswissenschaftlerin (M.A.)

Über 15 Jahre in der Spielwaren-Branche, vorher Erzieherin in einer Kita mit Reggio-Schwerpunkt. Schaut auf Alter, Entwicklung und Sicherheit.